Offener Brief an die Autoindustrie, stellvertretend an den Vorstand von Skoda und hier insbesondere an den Geschäftsführer Alfred E. Rieck, den Geschäftsführer David Hafner, den Leiter Vertrieb Gunther Riedel, den Leiter Händlerorganisation Gerhard Krzysczik sowie den Leiter Marketing Uwe Ungeheuer.
Sehr geehrte Herren,
durch die Veränderungen des Anforderungsprofils an ein Kraftfahrzeug innerhalb unseres Betriebes steht eine Neuanschaffung an.
Ersetzt werden soll das von uns aktuell genutzte Auto der Marke OPEL, Typ Corsa ECO, Baujahr 2003 mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,5 - 5 l/100 km Superbenzin gegen ein mehr Raum bietendes Fahrzeug auf vergleichbarer Plattform.
Ich habe mich auf dem Markt umgesehen, habe intensive
Gespräche geführt und letztlich fiel die Wahl auf den Typ "Roomster" Ihres
Hauses. 
Allerdings fiel diese Wahl nicht freien Herzens, weil Ihre Ausstattungs- und Aufpreispolitik (nicht anders bei den anderen Anbietern) kein wirklich angemessenes und passendes Fahrzeug konfigurieren ließ. Bedingt dadurch, dass Komponenten in der einen Ausstattungsvariante nicht zusätzlich gewählt werden und in anderen nicht abgewählt werden können, musste ich Dinge in Kauf nehmen, die ich weder brauche noch will, um die an anderer Stelle mir wichtigen Komponenten erlangen zu können.
Für mich stehen Funktionalität, Sicherheit sowie ökologisches und ökonomisches Optimum im Vordergrund. Dagegen haben Komfortassessoires von zweifelhaftem Nutzen wie Klimaanlage, Sitzheizung, oder Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung für mich keinerlei Bedeutung.
Dennoch war ich bereit diese Kröten zu schlucken bis mir klar wurde, dass die ökologische Problematik seitens der Autoindustrie trotz vieler Versprechen im Bereich der Klimaanlagen noch immer nicht gelöst ist, und das obwohl die Technik dafür vorhanden wäre.
Nicht nur dass Klimaanlagen den Treibstoffverbrauch erhöhen, so enthalten die Kühlmittel immer noch Stoffe, die wahre Klimakiller sind. Waren es früher die Fluorkohlenwasserstoffe, so sind es aktuell immer noch fluorierte Treibhausgase, wenn auch andere, die schon beim normalen Betrieb entweichen. Auch das im Test befindliche Ersatzmittel Tetrafluorpropen, von der Industrie 1234yf genannt, verspricht keine Lösung, da es sehr schnell entflammbar ist und schon bei kleinen Leckagen, und erst recht bei einem Unfall zu verhehrenden Fahrzeugbränden führen kann. Bei der Verbrennung entstehen dann zusätzlich für den Menschen hochgiftige Gase. Besonders skandalös finde ich es, dass dieses alles statt findet, obwohl es bereits eine ausgereifte Technik auf Basis natürlichen CO²s gibt, z. B. von der Firma Obrist Engineering GmbH. Klar, die Autoindustrie müsste die Technik der Klimaanlagen ändern - aber was ist das im Verhältnis zu dem Schaden der angerichtet und so vermieden werden könnte?
Und genau hier ist dann der Punkt erreicht, an dem meine Bereitschaft zu faulen Kompromissen nicht mehr gegeben ist. Ich verzichte nun auf einen Kauf, obwohl bereits alles unterschriftsreif ausverhandelt war. Ich bin nicht länger bereit verfehlte Produkte zu akzeptieren.
Warum ist es so schwer Produkte auf den Markt zu bringen, die in die allgemeine Situation passen und die den Menschen gerecht werden?
Warum setzen Sie keine unbedenklichen Kühlmittel bei Klimaanlagen ein?
Und wenn ich schon einmal dabei bin, warum senken Sie nicht drastisch den Spritverbrauch, obwohl die Technik dafür längst vorhanden ist und nun außerhalb der Automobilkonzerne auf den Markt gebracht wird? Die Zeit, da man das Wissen darum unterdrücken konnte, ist vorbei. Es ist für jede/n weltweit verfügbar. Es kann doch einfach nicht sein, dass Sie weiterhin an überholter Technologie festhalten, nur um sich nicht eingestehen zu müssen, dass einfache Komponenten den Treibstoffverbrauch der üblichen Verbrennungsmotoren um mehr als 50 % senken können.
Oder ist das von Ihrer Seite gar nicht gewollt? Ist es vielleicht doch so, dass die Vertreter der Automobilindustrie in der Öffentlichkeit nicht nur als Vasallen der Ölmultis wirken sondern es gar sind?
Es kann einfach nicht sein, dass bei den heutigen Motoren immer noch zusätzlicher Kraftstoff allein deshalb eingespritzt wird, um den Verbrennungsprozess zu kühlen, damit der Motor nicht überhitzt. Das ist Verschwendung pur und eine fortdauernde Verhöhnung der Kunden und der Anforderungen an eine gesunde Umwelt. Wenn statt des zusätzlichen Einspritzens von Kraftstoff das altbekannte Prinzip der Wassereinspritzung und zwar Wassergas (HHO) und nicht Wasserstoff (H) angewandt würde, dann wäre der Kühlungseffekt erreicht, die Oktanzahl und damit die Verdichtungsfähigkeit und damit wiederum die Leistungsausbeute erhöht, die Verbrennung würde viel günstiger, d. h. viel sauberer verlaufen, was den ganzen Schadstoffausstoß von Stickoxide bis Feinstaub extrem reduzieren würde und es würden mehr als 50 % weniger Kraftstsoff verbraucht.
Wenn Sie das endlich umsetzen würden und gleichzeitig Ihre Verantwortung für unseren Planeten annehmen und parallel dazu kundengerechte und verantwortbare Ausstattungsvarianten und Ausstattungsmöglichkeiten bei Ihren Fahrzeugen realisieren, dann wird kein Wehklagen mehr notwendig sein über Absatzausfälle und die damit verbundenen Entlassungen von Mitarbeitern. Diese Krise ist selbstverschuldet. Gute Ansätze (VW Lupo, Audi A2) in den 90er Jahren wurden nur stiefmütterlich betrieben, denn gleichzeitig wurde das PS-Götzentum bis zum Erbrechen zelebriert (Bugatti, Bentley, Phaeton). Ich weiß, das speziell Sie als Vorstand von Skoda dabei nicht in der ersten Reihe standen, aber ich weiß auch, dass Sie sich der Gesamtphilosophie Ihrer Muttergesellschaft VW und anderer Konzerne nicht wirklich entziehen können, selbst, wenn Sie es wollten.
Statt auf die ersten, wie wir finden, gelungen Versuche (Lupo, A2) aufzubauen wurde der Fetisch Wasserstoffauto als Aushängeschild betrieben, obwohl jeder normal denkende Mensch klar erkennt, dass ein Konzept basierend auf reinem Wasserstoff keine Zukunft haben kann, weil es zu ineffizient ist und neue gefährliche Strukturen und Abhängigkeiten schafft. Ganz im Gegensatz dazu lässt sich Wassergas (HHO) mit geringem Input in ausreichender Menge direkt im Fahrzeug aus normalem Leitungswasser generieren und ist dabei sicher im Betrieb und bei Unfällen. Das es funktioniert beweisen schon mehr als 100.000 Anwender weltweit Tag für Tag.
Natürlich kann ich mir vorstellen, dass unsere aktuellen Versorgungsmultis (Ölindustrie, Energiewirtschaft) daran nicht wirklich interessiert sind. Es ist ja so komfortabel heutzutage für diese und deren Aktionäre. Aber das kann nicht das allgemeine Interesse und letztlich nicht einmal deren Interesse sein, denn auch diese Menschen haben keinen Ersatzplaneten zur Hand, und es ist sicher nicht zielführend, wenn es darum geht, dass Überleben unseres Planeten und damit von uns Menschen zu sichern.
Ich wünsche mir, dass sich zukünftig weder die Medien noch die politischen Pateien in unserem Land weiter Sand in die Augen streuen lassen und davon ausgehen, dass angeblich nicht geht was schon tausendfach bewiesen wurde. Ich erwarte, dass sich auf breiter Ebene solcher Fragestellungen gewidmet wird und endlich relevante Produkte entstehen, die uns wirklich weiterbringen und uns kein falsches Glück vorgaukeln.
Allerdings ist meine Hoffnung auf positive Veränderung so lange nicht wirklich groß, so lange die Vertreter der Automobilindustrie nicht erkennen lassen, dass sie fähig sind aus den alten eingefahrenen Bahnen heraus zu treten. Besonders deutlich ist das an der Person von Herrn Wissmann ablesbar, den sich der Automobilverband als Aushängeschild leistet. Sobald sich Herr Wissmann in der Öffentlichkeit äußert, entsteht bei mir der Eindruck als gehe eine blinkende Leuchtreklame an, auf der steht: Chronischer Oportunist, nur seinem eigenen dem Wohl seiner Gönner verpflichtet. Das war schon so, als er noch versuchte als Politiker glaubwürdig zu erscheinen und ist jetzt nicht anders. Natürlich ist das ein subjektiver Eindruck und doch habe ich das Gefühl, dass in der Person von Herrn Wissmann, der ganze desolate Zustand der Automobilindustrie verkörpert ist.
Und deshalb ist es skandalös, dass die Autobranche nun nach staatlicher Hilfe ruft und die Politik diesem Rufen auch willfährig zu folgen scheint. Ich denke, es wäre an der Zeit, dass die, die über viele Jahre hinweg hohe Gewinne erzielt und den Karren in den Dreck gefahren haben, dass die nun einen Teil davon wieder zurück geben, um den Karren wieder flott zu machen. Das die Absätze eingebrochen sind, liegt nicht in erster Linie an der Finanzkrise - denn das Geld für neue Autos ist vorhanden - es liegt hauptsächlich an einer verfehlten Modellpolitik in der gesamten Autobranche!
Für mich ist jedenfalls klar, ich werde in keinen Neuwagen investieren, solange mir die Automobilindustrie, vollkommen gleich wer, kein akzeptables Angebot macht. Sie meine Herren von Skoda haben mit dem Produkt "Roomster" eine sehr gute Voraussetzung geschaffen, ein praxisgerechtes, vernünftiges Auto zu realisieren. Wenn Sie nun noch den Treibstoffverbrauch halbieren, unsinnige Ausstattungskombinationen in faire (auch preislich gegenüber Komplettpaketen) Ausstattungsmöglichkeiten verwandeln und natürlich auch bei den Klimaanlagen, wenn man sie denn braucht, verantwortlich handeln, dann ist der Roomster für mich die erste Wahl.
Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen, ob privat oder in gesellschaftlicher Funktion, ihre Stimme erheben und mehr noch zu verstehen geben, dass unzureichende Produkte nicht mehr akzeptiert werden. Möge eine Flut von Protesten dieser Art Sie und Ihre Kollegen erreichen.
Wir alle werden sehen, wie lange Sie und Ihre Kollegen in den anderen Konzernen brauchen, um endlich aufzuwachen.
Mit freundlichen Grüßen und Z.B.D.G. (Zum Besten des Ganzen)
Bringewald
_____________
USt-IdNr.: DE 246078750 Steuernummer: 048/299/18213
Permakultur
Bringewald Klausdorfer Dorfstraße 19
b D - 14929
Treuenbrietzen / OT Klausdorf
Telefon: +49 (0)33748
21350 Fax: +49
(0)33748 21351 eMail:
permakultur@bringewald.de Internet:
www.bringewald.de
shop.bringewald.de/ www.bringewald.de/ www.naturschallwandler-lautsprecher-beschallung.de/